Licht aus, LED ein – The Blackouts auf Höhenflug

Nach dem Auftritt an den Curling-Europameisterschaften in St. Gallen blicken
die Lichtkünstler The Blackouts auf ein mit Höhepunkten gefülltes Jahr zurück.

Europameisterschaft im Curling, Eröffnungsfeier in der Eishalle Lerchenfeld in St. Gallen, 46 Teams treten gegeneinander an. Und mittendrin: The Blackouts, die Sargan­serländer Lichtkünstler. Für die fünf jungen Männer war es ein grosser Auftritt in einem mit Highlights bestückten Jahr. «Bereits drei Monate vorher sind wir in die Halle gefahren und haben uns vor Ort ein Bild gemacht», erklärt Elias Schneider, Booking-Verantwortlicher und Lichtkünstler. Und bereits Wochen vor dem Event haben sie sich mit einer angepassten Choreografie vorbereitet.
Zur Eröffnungsfeier trafen alle Teams ein und bestaunten die Show von «The Blackouts». Alles wurde dunkel und nur die Lichter an ihren Kostümen waren für die Zuschauer ersichtlich. Am Ende des Auftritts schoss ein Akteur den mit LED ausgestatteten Curlingstein direkt in die Mitte des Hauses und beendete die Show mit einem Lichtspektakel.

Eine kleine grosse Idee

Was alles mit einer einfachen Idee für das Flumser «Chrinzli» 2014 begann, hat sich für die Künstler zu einem grossen Hobby entwickelt. Als Sprungbrett wirkte die SRF-Show «Die grössten Schweizer Talente», bei welcher «The Blackouts» es bis ins Finale geschafft haben. «Nach den Fernsehauftritten wurden wir mit Anfragen überflutet», sagt Schneider. Mittlerweile hat sich das aber eingependelt. Gemeinsam mit seinem Bruder Jonas, Manuel Wildhaber, Raphael Broder und Robin Bless bildet er das Quintett «The Blackouts». Für die Auftritte werden jeweils vier Künstler eingesetzt. Bis jetzt habe man sich immer irgendwie arrangieren können. Wenn mal einer verletzt oder verhindert ist, kann die Show dennoch mit vier Männern über die Bühne gehen. Ausserdem, erklärt Schneider, «ist es gut, wenn jemand während dem Auftritt bei den Technikern steht und für die richtigen Einstellungen sorgt». Die Truppe wird mit Peter Kamm komplettiert, welcher als Stagemanager fungiert und jeweils vor den Shows zu den Locations fährt und einen ersten Blick auf die Lage wirft.

«Nach den TV-Auftritten wurden wir mit Anfragen überflutet.»
Elias Schneider, Mitglied von The Blackouts

Für «The Blackouts» und ihre Show spielt vor allem das Licht eine wichtige Rolle. «Die meisten Künstler benötigen es hell, wir aber brauchen Dunkelheit», so Schneider. Der Begriff dunkel ist relativ, was bedeutet, dass nicht an jedem Ort der Raum ganz abgedunkelt werden kann. Des Weiteren benötigen die Künstler einen schwarzen Hintergrund. Passt alles, wird während der Show alles abgedunkelt und man sieht nichts mehr. Nur die farbigen LED-Lichter auf den Anzügen sind zu sehen. Sie tanzen durch die Lüfte und laden die Zuschauer auf eine fünfminütige Reise in die Welt von «The Blackouts» ein. Mit Musik und Tönen wird die Choreografie abgerundet. Die Lichteffekte sind auf Millisekunden programmiert, dementsprechend müssen die Bewegungen der Künstler exakt darauf abgestimmt sein.

Kein externes Management

Coca-Cola-Kick-off-Meeting im KKL Luzern, Volkswagen-Tagung im Kongresscenter Basel, Vorshow für Weltstar Ronan Keating an der Pink Ribbon Night im Hyatt Zürich oder ein internationaler Auftritt an einem Kundenevent in Essen, Deutschland: Im Jahresprogramm von «The Blackouts» ist viel los. Nun neigt sich ein aufregendes Jahr dem Ende zu. Wie geht es im nächsten weiter? «Wir werden vorerst so weitermachen wie bisher, jedoch arbeiten wir an einem grossen Projekt, auf welches man gespannt sein darf», meint Schneider.

Sie seien angefragt worden, ob sie sich einem Management anschliessen wollen. «Uns wurde aber geraten, das vorerst nicht zu tun», sagt Schneider. So können sie flexibel bleiben, ihre Auftritte selber planen und ihr Netzwerk mit Eventagenturen und Veranstaltern ausbauen. Ein Fazit darf man nach diesem Jahr ziehen: «The Blackouts» haben sich einen Namen in der Lichtshowszene gemacht.